Am Anfang einer abenteuerlichen Reise …

Seit mehr als zwanzig Jahren leben und arbeiten Menschen mit einer geistigen Behinderung auf dem biologisch-dynamischen Landwirtschaftsbetrieb ‚Wagenburg' in Seegräben zusammen mit vier Familien, welche den Betrieb leiten und die sozialpädagogische Betreuung wahrnehmen.

Als Ausgleich zur täglichen Arbeit realisiert der Hof Wagenburg seit Jahren erfolgreiche Theaterproduktionen, welche Selbstvertrauen vermitteln, Horizonte öffnen und das Zusammenleben und -arbeiten der Menschen auf dem Hof stärken. Im Frühling 2006 wurde die Idee geboren, die langjährige kulturelle Arbeit zu neuen Gestaden zu führen:

Behinderte und Nichtbehinderte realisieren gemeinsam einen Spielfilm - einen grossen - einen richtigen - einen, der im Kino läuft!

Die Geschichte rankt sich um Figuren, die auf biografischen Zügen der DarstellerInnen beruhen. Die Charaktere werden gemeinsam mit den Betreuten geformt, sodass nicht ihre Behinderungen, sondern ihre Stärken im Zentrum stehen.

Nichts liegt näher als ein Western, denn das Leben in und mit der Natur und den Tieren gehört zum Alltag der HofbewohnerInnen. Ausserdem haben die Betreuten eine klare Vorstellung dieses Genres, das von starken Persönlichkeiten und eindrücklichen Landschaftsaufnahmen lebt und mit wenigen Dialogen auskommen kann.

 


lockt das Neuland!

Die geistig Behinderten erobern ein Medium, das sie lieben, ihnen aber bis heute kaum zugänglich war. Die meisten Produktionen mit Behinderten sind dokumentarischer Art und nicht Spielfilme, die sie als Akteure neben- und miteinander zeigen und ihnen damit Identifikationsmöglichkeiten bieten.
Der partizipative Ansatz zur Entwicklung und Umsetzung der Geschichte erfordert ein unkonventionelles Vorgehen, wobei grundsätzlich neue integrative Wege beschritten werden.

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